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- SOS - Der Tiere

  • Autorenbild: Mari Muinos
    Mari Muinos
  • vor 6 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 5 Tagen

Ich möchte niemanden verurteilen. Vielmehr möchte ich daran erinnern: Jedes Tier ist ein eigenständiges Wesen.

Mit eigenen Bedürfnissen, mit einem inneren Kompass und mit dem Recht, gehört zu werden.

In meiner Arbeit als Tierkommunikatorin erlebe ich täglich, wie klar Tiere ihre Wünsche äussern, sobald ein Mensch wirklich zuhört.

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Tierschutz bedeutet für mich deshalb mehr, als ein Tier zu retten.  Er bedeutet, Entscheidungen nicht über das Tier hinweg zu treffen, sondern mit ihm. 

Die Basis: Mitgefühl statt Mitleid

Unser Engagement für Tiere oder für Menschen in Not entspringt letztlich einem Mitgefühl. Doch dieses Mitgefühl ist nicht mit Mitleid zu verwechseln. Mitleid sieht ein Opfer und bleibt oft in Passivität oder Bevormundung stecken. Mitgefühl hingegen erkennt ein fühlendes Wesen in seiner Ganzheit, respektiert seine Autonomie und wird zur aktiven Handlungsgrundlage. Es ist diese Haltung, die uns dazu bringt, nicht über, sondern mit einem Wesen zu handeln. Sie ist die Basis für einen echten Tierschutz, der Würde bewahrt.

Tierschutz beginnt mit Zuhören

Es berührt mich jedes Mal zutiefst, wenn ich sehe, dass ein Tier einen Weg gehen muss, den es selbst anders gewählt hätte, wenn ihm die Entscheidung offen gestanden wäre.

Animal Channel by Mari ist meine Antwort darauf. In dieser Verbindung öffne ich meine inneren und äusseren Sinne, die dem Tier als Ausdrucksfeld dienen. Antworten kommen als Bilder, Gefühle, Körperempfindungen und als Worte, die ich als innere Stimme höre und ausspreche. Das Tier antwortet auf die Fragen, die sein Mensch stellt.

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Warum wir (noch) nicht fragen

Obwohl Tierkommunikation vielen ein Begriff ist, wird sie noch immer zu wenig ernst genommen. Dabei geht es darum, Tieren eine eigene Stimme zu geben. In der Praxis zeigt sich immer wieder, dass diese nonverbale Verständigung tragfähig ist.


Doch im Tierschutz werden die meisten Entscheidungen immer noch ohne Mitsprache der Tiere getroffen, sei es bei einer Behandlung, einer Euthanasie, einer Vermittlung oder beim Zurückbringen in die vermeintliche Freiheit.


Das Schicksal von Keiko, dem Orca, zeigt schmerzhaft, was passieren kann, wenn Freiheit entschieden wird, ohne die Prägung und den inneren Zustand eines Tieres wirklich zu berücksichtigen. 

Wenn Gesetze nicht das Leben schützen 

Noch immer zählt wirtschaftlicher Nutzen oft mehr als Leben. Tiere werden verdrängt, getötet oder benutzt, weil es profitabel ist oder weil wir glauben, es ginge nicht anders.


Gesetze sind ein Spiegel unserer Werte. Und dieser Spiegel zeigt, was wir wirklich sind, oder sein wollen.


Wir greifen als Menschen in das Leben von Tieren ein, direkt oder indirekt. Wir entscheiden über ihr Leben. 

Glaube, Moral und die Anmassung des Wissens

Oft werden Entscheidungen über Tiere, selbst im wohlmeinenden Tierschutz, mit Moral, Ethik oder religiösem Glauben gerechtfertigt. Wenn ich bedenke, wie viel Leid historisch im Namen von Überzeugungen verursacht wurde, wird deutlich: Auch diese Form von fürsorglicher Bevormundung bedarf einer kritischen Prüfung.


Es zeigt sich in Spannungsfeldern: Zwischen dem Ausschliessen von Euthanasie und invasiver Medizin sowie gut gemeinter Kastration und dem Übersehen natürlicher Bedürfnisse. 

Ich kenne diese Entscheidungen, weil ich Menschen begleite, die ihr Bestes geben.


So entsteht die Frage, wo menschliche Deutung endet und wo das Tierwohl beginnt.

Oft bekämpfen wir damit nur das Symptom, nicht die Ursache. So handeln wir stellvertretend, statt zuerst wirklich zuzuhören.


Gesetze sollten das Wohl des Tieres einschliessen, nicht ausschliessen. Doch solange wir Tieren nicht auf Augenhöhe begegnen und ihnen eine eigene Stimme zugestehen, bleiben sie in unserem System lediglich das Tier, Objekte unserer Fürsorge oder unseres Speiseplans.


Letztlich sollte weder der Mensch noch ein Gottglaube allein über das Wohl eines Tieres entscheiden. Die einzig legitime Instanz ist das Tier selbst. Es gilt, ihm zuzuhören, statt über es zu bestimmen.


Tierschutz darf neu gedacht werden. Für mich bedeutet er nicht nur Rettung, sondern das Tier als Wesen mit eigenem Willen in jede Entscheidung einzubeziehen, die sein Leben berührt. Seine Stimme gehört an den Anfang, nicht erst an das Ende, als Orientierung, bevor wir handeln.


Bist du im Tierschutz tätig und möchtest du mit einem dir anvertrauten Tier auf diese Weise in einen echten Dialog treten?



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